Vor 10 Jahren sind wir mit unserem Blog gestartet. Unsere Vorstellung war es, Themen aus unseren Kernkompetenzen Steuern, Wirtschaft und Recht aus einem anderen Blickwinkel darzustellen – mit Meinung, Pointe und Denkanstoß. Seit dem wurden über 4.000 „Denkanstöße“ verteilt. Nun ist es an der Zeit, dem Blog einen neuen Anstrich zu geben. Freuen Sie sich über ein lebendigeres Design, eine übersichtlichere Struktur und eine bessere Lesbarkeit. Was sich bewährt hat, muss nicht geändert werden. Daher berichten unsere Fachautoren, die Experten-Status haben, nach wie vor über aktuelle Themen aus der Praxis und geben einen Einblick, wie sie Entwicklungen bewerten. Wo Fallstricke...
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Am 13.3.2025 befasst sich der Bundestag in erster Lesung mit dem umstrittenen Finanzpaket von Union und SPD, das eine Änderung des Grundgesetzes (GG) erfordert. Doch es lauern einige Fallstricke, die für den 18.3.2025 geplante Beschlussfassung ist unsicher. Hintergrund Die Sicherheitslage in Europa steht auf tönernen Füßen, Deutschlands Verteidigungsfähigkeit muss deshalb verbessert werden. Infrastrukturen bei Straße, Schiene oder Bildung haben einen dringenden Reformbedarf, trotz angespannter Haushaltslage. Deshalb muss ein Finanzierungsweg gefunden werden, der Investitionen trotz Schuldenbremse im Grundgesetz zulässt. Diese Gemengelage wird zusätzlich durch die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Bundestag verkompliziert: Nach dem amtlichen Ergebnis der Bundestagswahlen vom 23.2.2025 ist eine für...
Im Rahmen meines Studiums an der FHF Nordkirchen, das zugegebenermaßen schon einige Jahrzehnte zurückliegt, waren die Änderungsvorschriften der AO ein wichtiges (Prüfungs-)Thema. Dementsprechend wurde darauf viel Unterrichtszeit verwendet. Ich kann mich aber daran erinnern, dass § 174 AO schwer „zu fassen“ war. Und auch in meiner langjährigen Praxis ist mir ein Fall des § 174 AO („Widerstreitende Steuerfestsetzungen“) – so glaube ich – nie begegnet. Umso aufmerksamer habe ich ein aktuelles BFH-Urteil gelesen, das möglicherweise als Rettungsanker bei falschen zeitlichen Umsatzzuordnungen dienen kann (BFH-Urteil vom 29.8.2024, V R 19/22). Ein Beitrag von: Christian Herold Steuerberater in Herten/Westf. (www.herold-steuerrat.de) Autor zahlreicher...
„VW meldet deutlichen Gewinneinbruch“ – so lauten die Schlagzeilen zum Geschäftsbericht 2024 des DAX-Konzerns. Tatsächlich ist der Gewinn um mehr als 30 % eingebrochen – und das trotz stabiler Umsatzerlöse. Doch bedeutet das, dass es VW wirklich schlechter geht? Ein Blick in die Kapitalflussrechnung und die Hintergründe der Ergebnisbelastungen zeigt ein differenzierteres Bild. Was der Blick in den Geschäftsbericht verrät Der Gewinn sank um mehr als 30 % von knapp 18 Mrd. € auf 12 Mrd. € – und das, obwohl der Umsatz mit 324 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen ist. Doch ein Blick in die Kapitalflussrechnung zeigt:...
Die TeamBank steckt in Schwierigkeiten: Der Gewinn ist in drei Jahren um 80 % eingebrochen, während die Risikovorsorge explodiert. Was steckt hinter dieser Entwicklung – und welche Risiken birgt das Geschäftsmodell? Ein genauer Blick lohnt sich. Denn das Kreditgeschäft läuft über die Volks- und Raiffeisenbanken. Einordung der Teambank Die TeamBank AG konzentriert sich auf die Vergabe von unbesicherten Ratenkrediten an Privatkunden unter der Marke easyCredit und bietet eine flexible Rückzahlungsstruktur. Über die Genossenschaftsbanken der Volks- und Raiffeisenbanken wird das Kreditgeschäft vertrieben, wobei auch Online- und Filialkanäle genutzt werden. Ein weiterer Bestandteil ihres Geschäftsmodells ist die Embedded-Finance-Lösung easyCredit-Ratenkauf, die Händlern im...
Am 26.3.2025 wird das BVerfG seine Entscheidung über die Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlags 2020/2021 entscheiden. Sowohl für die Steuerzahler als auch für den Fiskus steht viel auf dem Spiel. Hintergrund Der Gesetzgeber hat mit dem „Gesetz zur Rückführung des Solidaritätszuschlags 1995“ (v. 10.12.2019, BGBl. I 2019 S. 2115) den Solidaritätszuschlag für das Jahr 2020 unverändert weitererhoben und ab dem Jahr 2021 die in § 3 SolZG 1995 vorgesehene Freigrenze angehoben, wodurch rund 90 Prozent der Zahler der veranlagten Einkommensteuer und der Lohnsteuer nicht mehr mit dem Solidaritätszuschlag belastet werden sollten. Seit VZ wird der „Soli“ als Zuschlag zur Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer nur noch von 10 Prozent sog. „Besserverdiener“ erhoben. Ein Beitrag...
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